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Geologie

Die Lagerstätte am Benauer Berg, auf der die Grube Clara abbaut, wird durch 3 Hauptklüfte bestimmt: den Barytgang, den Fluoritgang und das Diagonaltrum, das vorwiegend Quarz führt.

Die Baryt- und Fluoritgänge liegen im Schwarzwälder Gneiskomplex, der im Zuge der Variszischen Gebirgsbildung entstanden ist. Die Gneisbildungsprozesse begannen vor 300 bis 340 Millionen Jahren und haben sehr unterschiedliche Gesteine erfasst. Entsprechen vielfältig ist der jetzt vorliegende Gneis. Schon zur Zeit der Umbildung der ursprünglichen Gesteine zu Gneis traten tektonische Spannungen auf, die zur Anlage von Klüften führten, in denen sich die Baryt- und Fluoritgänge ausbildeten. Dabei gehen die Fluorit- den Barytgängen voraus. Bei der Anhebung des Grundgebirges vor etwa 130 Mio Jahren werden dann die Hauptmasse der Barytgänge gebildet. In der letzten Phase, die weiter andauert, wurden durch den Aufprall der afrikanischen Platte auf die europäische die Alpen aufgefaltet. Da die afrikanische Scholle sich dabei leicht gegen den Uhrzeigersinn dreht kommt es zu Zugspannungen in Europa, unter deren Einfluss der Oberrheingraben einbrach und weitere Störungszonen mit neuen Kluftsystemen entstanden. Zu diesen Kluftsystemen gehört die Friedrich-Christian-Herrensegen-Störungs-Zone, deren Klüfte nordwestlich-südöstlich verlaufen. Zu diesem Kluftsystem gehört das Diagonaltrum in der Grube Clara.

Schematischer Querschnitt durch die Grube Clara
Zustand etwa 1998

Lage der Gangsysteme

Der Barytgang streicht etwa nordwest-südost und fällt im Mittel mit 70° nach Nordosten ein. Dieser Gang wird durch die Friedrich-Christian-Herrensegen-Störung mehrfach unterteilt und bildet linsenförmige Lagerstätten.

Der Fluoritgang liegt östlich vom Barytgang und ist durch zwei Störeungszonen unterteilt. Er verläuft etwa parallel zum Barytgang. Im Deckgebirge (Buntsandstein) hat der Fluoritgang aber eine fast horizontale Lagerung. Der Fluoritgang ist maximal 50 m mächtig.

Die jüngste Gangschar des Diagonaltrums verläuft nahezu in Ost-West-Richtung und durchschneidet dabei den Baryt- und den Fluoritgang. In diesem Gang setzte sich v.a. Quarz und Galenit ab. An den Kreuzungsstellen mit den beiden anderen Gängen kam es zu Verkieselung dieser Gänge, zur Verdrängung von Fluorit und Baryt. Zugleich sind dies die mineralogisch interessantesten Stellen. Die Mächtigkeit des Diagonaltrums ist mit 1 m relativ gering, stellenweise können jedoch bis 5 m erreicht werden.


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